Eine Volksgruppe stellt sich vor - Kroaten in Österreich

Unter dem Motto „Eine Volksgruppe stellt sich vor – Kroaten in Österreich" lud Hirtenbergs Pfarrer Dr. Tomo Cubela zu einem kroatischen Kulturabend in das Hirtenberger Kulturhaus. Weit über die Hirtenberger Ortsgrenzen hinaus folgten weit über 400 Interessierte der Einladung des selbst aus Kroatien stammenden und in den frühen 90er-Jahren nach Österreich gekommenen Geistlichen. Pfarrer Cubela war die Idee zu dem Fest im Zuge seiner Dissertation über die sozialethischen Aspekte der Lage von Migranten als Abschluss seines Studiums an der Universität Graz gekommen. Der Leitgedanke zum Kulturnachmittag ist, dass sich nach und nach auch die anderen zahlreich in Hirtenberg oder in der Region wohnenden Volksgruppen präsentieren und so ihre Kultur, ihr Brauchtum aber auch ihre nationale Küche ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern näher bringen. Die Gemeindeführung mit Bürgermeisterin Gisela Strobl und Vize Georg Gorican an der Spitze war von der Idee angetan und stellte das Kulturhaus zur Verfügung, der Musikverein Hirtenberg sowie die Jugendgruppe Soundchecker übernahmen den österreichischen Musikbeitrag zur Veranstaltung.
Mit der vom MV Hirtenberg intonierten kroatischen und österreichischen Hymne wurde der Kulturabend eröffnet. Ortschefin Gisela Strobl zeigte sich in ihrer Begrüßung erfreut über das große Interesse, das die Veranstaltung hervorgerufen hat und wies darauf hin, dass in Hirtenberg seit den 50er-Jahren des vorigen Jahrhunderts Integration gelebt wird und das Zusammenleben trotz der Vielzahl an Nationen, die in Hirtenberg vertreten sind bis auf wenige Ausnahmen problemlos funktioniert. Pfarrer Cubela referierte über die historische Entwicklung Kroatiens sowie über die auch heute noch sicht- und spürbaren Folgen, die der 1991 ausgebrochene Bürgerkrieg im ehemaligen Jugoslawien hinterlassen hat. Der Botschafter der Republik Kroatien in Österreich, Gordan Bakota, dankte Pfarrer Dr. Cubela und der Marktgemeinde Hirtenberg für diesen wichtigen Beitrag zum gegenseitigen Verständnis und Zusammenleben in der Region. Bakota betonte in seiner Rede aber auch Kroatiens Dankbarkeit für die Unterstützung Österreichs während des jugoslawischen Bürgerkriegs aber auch bei den kroatischen Bestrebungen zur Aufnahme in die EU in jüngster Vergangenheit. Bürgermeisterin Gisela Strobl verlas eine Grußbotschaft des Bundesministers für Europa, Integration und Äußeres Sebastian Kurz. Kurz lobte den wertvollen Beitrag Hirtenbergs zur Integration im lokalen Umfeld und betonte die gute Gelegenheit, beim gemeinsamen Feiern das „Wir-Gefühl" zu stärken.
Dem wurde beim anschließenden Unterhaltungsprogramm auch entsprechend Rechnung getragen. Typische kroatische Speisen wurden aufgetragen. Die Folkloregruppen KUD Busovaca und ANNO 93, beide in Wien beheimatet, begeisterten mit ihren farbenprächtigen Trachten ebenso wie mit ihren Tänzen und Gesängen. Die Tamburizza-Gruppe Zelenjaki aus Kroatisch Geresdorf (Burgenland) spielte zu heiße Rhythmen auf. Kurze Lesungen kroatischer Lyrik von Stjepan Rodakovic und Preradovic leiteten jeweils zur nächsten Folklore - Gruppe über. Bis in die späte Nacht hinein animierte schließlich die Band OMEGA zum Mitmachen und lockte vor allem junge und jung Gebliebene auf die Tanzfläche im Kulturhaus Hirtenberg.

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